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Unsere Destinationen

Đerdap

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Die groesste und die schoenste Schlucht Europas, das einmalige Naturmilieu im Unterlauf der Donau, ein Nationalpark. Die Schlucht ist um 100 km lang und sie schneidet die karpatische Bergkette zwischen dem panonischen Bassin zum Westen und dem walachisch-pontischen Bassin zum Osten. Sie erstreckt sich von Golubac, die obere Schlucht entlang, ueber den Ljupkovska Talkessel, Gospođin vir, den Talkessel von Donji Milanovac bis zu Kazan (der grosse und der kleine Kazan). Das rechte Ufer, in der Đerdaps Schlucht, ist reich an kulturgeschichtlichen Sehenswuerdigkeiten. Es ist auch der Ort, wo die einzigartige, vorjungsteinzeitliche Kultur des Lepenski Vir entstand, mit der aeltesten sakralen Architektur und der monumentalen Bildhauerei Europas (VI – V Jahrtausend v. Chr.) Besondere Bedeutung hatte Đerdap, waehrend sie die noerdliche Grenze des Roemischen Reichs darstellte. Seit dem Anfang des I Jahrhunderts, wurden in seinen Klippen Strassen eingeschnitten, Festungen und Siedlungen wurden gebaut. Die Strasse durch Kazan entstand um 99. – 103., zur Zeit der Herrschaft des Kaisers Traian, worueber auch heutzutage das Traians Schild ein Zeugniss abgibt. Urspruenglich wurde es auf 1,5 m ueber die roemische Strasse gestellt, doch, wegen dem akkumulierenden See, musste es hoeher gehoben werden, um seine Ueberflutung, zusammen mit dem groesseren Teil der Strasse, zu vermeiden.

 

 

Lepenski Vir

 

Die archaeologische Lokalität „Lepenski Vir“ ist ein Kulturdenkmal und es befindet sich in Gospođin vir, im Rahmen der Đerdaps Schlucht. Sie dauerte von 5800. – 4300. v.Chr., im Rahmen von neun sukzessiv errichteten Siedlungen mit bergweise gebauten Hauseigentuemern, Graebern, Heiligstaetten und kuenstlerisch bearbeiteten Gegenstaenden einzigartigen bildlichen Ausdrucks. Die Architektur und die Kultur des „Lepenski Vir“ ist weltweit bekannt, sie stellt die groesste Errungenschaft der Kultur aus der Mittelsteinzeit dar, d.h. des Uebergangs aus der aelteren in die juengere Steinzeit. Die Bildhauerwerke aus der Lokalitaet „Lepenski Vir“ stellen heutzutage in Europa die aelteste, monumentale Steinplastik.

 

Golubac


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Dank seiner geographischen Lage und der Bedeutung, die die Donau durch die Geschichte hatte, war Golubac, schon seit alten Zeiten, fuer viele Eroberer interessant. Auf dem Ort der heutigen Siedlung bauten die Roemer, im ersten Jahrhundert nach Christus, eine Festung (Vicus Cupae), um die noerdliche Grenze des Reichs zu beschuetzen. Um das Jahr 299. hielt sich da der Kaiser Diokletian auf. Die Hunen zerstoerten die Stadt, aber sie wurde wieder aufgebaut waehrend der Herrschaft des Kaisers Justinian.  Mehrere Jahrhunderte lang war das Gebiet von Golubac das staendige Schlachtfeld zwischen Byzanz, Ungarn und Serben. Unter die serbische Macht kommt es in der Zeit der Herrschaft des Koenigs Dragutin. In diesen stuermischen Kriegszeiten entstand auch die mittelalterliche Stadt Golubac. Die ersten schriftlichen Urkunden ueber die Errichtung der Stadt  auf dem  steilen Felsen  neben der Donau stammen aus dem Jahre 1335.
Golubac wechselte im Mittelalter oft seine Herrscher (Serben, Ungarn, Tuerken, Bulgarier).

Es gibt mehrere Legenden ueber den Ursprung des Stadtnamens. Die meist verbreitete ist diejenige, die ueber die wunderschoene Prinzessin Golubina spricht. Sie lehnte die Zuneigung eines tuerkischen Paschas ab, und deswegen wurde sie auf einem Felsen in der Donau gelassen, wo sie starb. Die andere Legende besagt, dass es auf diesem Gebiet viele Tauben gab (auf  Serbisch bedeutet „golub“ Taube), sodass dies, eigentlich, der Ursprung des Namens ist. „Taube“ ist in der Grundlage des Stadtnamen „Golubac“ auf vielen Volkssprachen (Ungarisch, Türkisch, Griechisch, Latein, Serbisch). Deswegen ist die Taube das Symbol der Stadt und befindet sich auf dem Gemeindewappen.

 

 

Das Kloster „Tumani“

Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist eine fromme Stiftung von Miloš Obilić. Der Ueberlieferung nach, soll sich Miloš Obilić, von hier aus, auf den Weg zum Kosovo Schlachtfeld gemacht haben.

 

 

Die Einsiedelei des Zosim Sinajit

 

Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie befindet sich in der Naehe vom Kloster »Tumani«, 8 km von Golubac entfernt.

 

 

Die Festung

Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde auf einem hohen Felsen aufgebaut, beim Eintritt in die Đerdaps Schlucht. Sie besteht aus neun Türmen, die durch eine Schutzmauer verbunden sind.

 

Smederevo


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Im Versuch der Rettung des serbischen mittelalterlichen Staats von tuerkischen Eroberungen, baute der Despot Đurađ Branković, in den zwanziger Jahren des XV Jahrhunderts, an der Muendung der Jezava und der Donau, die grosse Stadt Smederevo, bis zu heutigen Tagen die groesste Talfestung in Europa. So wird Smederevo zur Hauptstadt, aber auch zur letzten serbischen mittelalterlichen Hauptstadt. Der Vorplaner der Festung war Toma Kantakuzen, Bruder der Despotin Jerina, der die Stadt im byzantinischen Stil aufbaute. Die Festung war eine Schutzmauer gegen das tuerkische Erobern, nicht nur von Serbien, sondern auch von Europa. In Smederevo schrieb Herr Stefan Srbin (Stefan der Serbe) eine der schoensten, serbischen mittelalterlichen Melodien „Ninja Sili“.

Auf  Đurađs Hof wurden 24 Buecher geschrieben. Man lebte ueppig, reich, man trieb Handel mit den Einwohnern des Dubrovnik, mit Griechen, Latinern...und was nicht durch die Armee erreicht werden konnte, tat der Verrat.
Die Tuerken eroberten Smederevo durch Betrug, und seitdem bis zu Karađorđe und dem I serbischen Aufstand, lebt diese Stadt das Leben eines unauffaelligen tuerkischen Provinzstaedtchens.

Diese Mauern haben eine ernsthafte  Beschaedigung im II Weltkrieg erlitten, am 5.Juni 1941. , bei der Explosion der deutschen Munition, die da gelagert war. Die Mauern der  Đurađs Festung retten die Stadt Smederevo von einer voelligen Zerstoerung. Seitdem hat diese Stadt kein Tor – das immer offene Smederevo – wie es in einem Lied heisst.

 

Sremski Karlovci


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Sremski Karlovci ist die Stadt unserer Kultur und Geistigkeit, eine Stadt, in der die Glocken wie in Florenz klingeln, wo die lateinische Sprache immer noch gelernt wird, wo es noch vornehme Hoeflichkeit gibt, wo die Leute sich immer noch vor ihren Häusern ausruhen, wo Herzlichkeit und Gastfreundschaft herrschen.
Karlovci ist ein Beispiel wie das Beruehren und Durchdringen zweier dominanter europaeischer Kulturen, der westlichen und der oestlichen, eine neue Qualitaet schoepfen kann, im aesthetischen und geistigen Sinne.
In schriftlichen Quellen wird sie zum ersten mal im Jahre 1308. erwaehnt, als ein Schloss mit dem Namen „Kar“. Die Stadt wechselte oft ihre Besitzer, hauptsaechlich ungarische Aristokraten, unter welchen die Familie Batory die bekannteste war, die, bis zum Eindringen  der Tuerken zu diesen Gebieten, ueber Karlovci herrschte. Nachdem die Tuerken diesen Raum verliessen, war Karlovci verwuestet, doch, dank ihrem Reichtum, erholte sie sich schnell und wurde bald zum Kultur-, Bildungs- und Geisteszentrum des serbischen Volks im Rahmen der Habsburger Monarchie.
Seit dem Jahr 1713. befindet sich hier die serbische, orthodoxe Metropolitenresidenz, und schon im Jahre 1726., durch die Bemuehungen des Metropoliten Mojsije Petrović, wurde in der Stadt die erste Mittelschule gegruendet, die sogenannte „Pokrovobogorodična“. Der 28. August 1734.gilt als der Tag der Gruendung des modernen serbischen Theaters, durch die Auffuehrung der ersten serbischen Theatervorstellung, unter dem Namen „Tragikomoedie ueber den Tod des letzten serbischen Kaisers Uroš Peti (Uroš der fuenfte)“. In dem Jahre 1749. wurde das neue orthodoxe Domgebaeude errichtet. Da entstanden die ersten Meisterwerke des serbischen Barock, wie das Ikonostas der Maler Theodor Craciun and Jakob Orphelin. 1791. wurde das erste serbische Gymnasium gegruendet, und bald danach, 1794. gruendete der Metropolit Stefan Stratimirović auch das Priesterseminar, welches, eine Zeit lang, die Ebene einer theologischen Fakultät hatte.
In der Zeit der buergerlichen Revolution, fand in Karlovci, am 13.Mai 1848. die Maiversammlung statt, wo entschlossen wurde, dass die Gebiete von Srem, Bačka, Baranja und Banat  als das „autonome serbische Herzogtum“ verkuendet werden sollen (auf serbisch heisst Herzogtum „Vojvodstvo“), und seitdem traegt dieses Gebiet unseres Landes den Namen „Vojvodina“. Als Herzog wurde Stevan Šupljikac ernannt, und als Komandant  der Nationalen Armee Đorđe Stratimirović.
Die Metropolitenresidenz in Karlovci wurde in den hoeheren Rang der Patriarchie gefoerdert, und als Patriarch wurde Josif Rajačić ernannt.
Ende des 19. Jahrhunderts, erhielt die Stadt das heutige Aussehen. Zu der Zeit wurden der patriarchische Hof, das theologische Priesterseminar und das Internat Stefaneum errichtet – welches heute das Institut des serbischen Volkes ist.
In Karlovci wird mit grosser Aufmerksamkeit und Liebe der Name eines der erfolgreichsten Schueler ihres Gymnasiums gepriesen, des serbischen, romatischen Dichters Branko Radičević.
Seit dem 18.-ten Jahrhundert ist der Weinbau der Hauptwirtschaftszweig dieses Gebietes. Nach den alten Schriften, waren die Einwohner von Karlovac schon immer  hervorragende Weinbauer und sie unterschieden sich von den anderen nach dem bearbeiteten Weingarten und dem geschnittenen Weinstock.
Beenden wir die Geschichte ueber Weingaerten und den Spaziergang durch Karlovci mit den Versen von Branko Radičević:

Oh, Weinlese, ich sehne mich nach Dir,
Was in aller Welt gibt es schoeneres als Dich hier,
solche Schoenheit habe ich noch nie erlebt,
nichts gibt’s, das den armen Menschen so belebt!

 

Die Festung in Petrovaradin


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An dem rechten Donauufer, gegenueber von Novi Sad, am Ort der ehemaligen Siedlung, der roemischen und byzantinischen und danach ungarischen Festung, die 1526.die Tuerken eroberten, bauten die Oesterreicher, nach der Besatzung in 1687., im XVIII Jahrhundert, die neue Festung von Petrovaradin auf, nach dem System von Sebastian Woban, indem sie sie in „das Donauer Gibralter“ verwandelten. Noch zur Zeit der Errichtung der Festung, 1716., ereignete sich bei Petrovaradin eine grosse Schlacht, in der Prinz Eugen Savoiski, der die oesterreichische Armee fuehrte, die Tuerken niederschlug.

Die neue, grosse Festung wurde zur Zeit der Herrschaft von Maria Theresia beendet,  1754. – 1766., und da befand sich, bis zu 1918.,  das oesterreichische Garnison. Es wurde auch als Gefaengniszelle verwendet, in der, unter Gefangenen, der serbische Volksaufklaerer Vasa Pelagić, der kroatische Literat Antun Gustav Matoš und der junge Josip Broz (1914) waren.

In dem Offizierpavillon war 1813. auch Karađorđe gefangen, nachdem er, nach dem gescheiterten ersten serbischen Aufstand, aus Serbien floh. Die erneuerte und adaptierte Festung erhielt jetzt die turistisch – gastgewerbliche und kulturologische Anwendung.
In dem Gebaeude des Kanonenboots aus dem XVIII Jahrhundert, befindet sich nun das Museum der Stadt Novi Sad mit einer reichen archeologischen, geschichtlichen, etnographischen und numismatischen Sammlung.

 

Zrenjanin


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Bečkerek, Petrovgrad, Zrenjanin, was gibt es da noch?

Zrenjanin ist schon seit Jahrhunderten ein multinationales Milieu, ein gewisses Babylon, im nationalen, sprachlichen, konfessionalen Sinne. Heute leben dort ungefaehr zwanzig Voelker und jedes hat die Moeglichkeit, zu seinem eigenen Gott zu beten. Fast alle Stadtkirchen wurden im 18. und 19. Jahrhundert, im Geiste der Glaubenstoleranz, errichtet, und, im Durchmesse,r sind sie nicht mehr als ein Paar Hunderte von Metern voneinander entfernt.
Die aelteste Stadtkirche ist ein orthodoxer Tempel, der Einschlafung der Gottesmutter gewidmet. Die Gemaelde im Inneren der Kirche wurden von den Malern aus Bečkerek (Zrenjanin) Georgije und Dimitrije Popović ausgefuehrt. Die andere orthodoxe Stadtkirche ist die Vavedenska, aus dem Jahre  1777., auch in der Zeit von Maria Theresia, im Geiste des Klassizismus. Sie besitzt einige wertvolle Ikonen (Kultbilder) aus dem 18.-ten Jahrhundert. In der unmittelbaren Naehe befindet sich die Kapelle des Heiligen Rafael, des Moenchs aus dem Kloster Hilandar, der, noch waehrend seiner Lebenszeit, als Wundertaeter verkündet wurde. Die roemisch-katholische Kirche, auf dem Hauptplatz im Zentrum Zrenjanins, wurde im Jahre 1868. errichtet. Das Innere der katholischen Kirche, ein Werk des Architekten Stevan Đorđević, im neuromantischen Stil gestaltet, wurde von Joseph Geugner ausgemalt. Sie besitzt eine ausgezeichnete Orgel aus dem Jahre 1807., der Werkstatt „Wegenstein Lipot und die Soehne“.
Diese Kirche – Kathedrale wurde auch fuer Konzerte der geistlichen Musik bekannter Zrenjaniner Chore eroeffnet.
Diese Pfarrkirche ist dem Heiligen Ivan Nepomuk gewidmet. In der schoensten und meist erhaltenen Umgebung des alten Stadtkerns befindet sich die Reformationskirche, ein Werk des Architekten Saborecki, aus dem Jahre 1891., im neugothischen Stil errichtet.
Das schlanke, unpretenzioese Bauwerk, erinnert, durch seine Eleganz, staendig an das Maß des guten Geschmacks.
Die Hauptstrasse stellt einen besonderen Raum des erhaltenen alten Kerns des ehemaligen Grossen Bečkerek, heute Zrenjanin, dar, und dieser Stadtteil ist schon seit dem 14.-ten Jahrhundert besiedelt.

Wenn wir eine wundersame Macht haetten, in der Hauptstrasse Zrenjanins, alle beruehmten Leute zu versammeln, die sich da wenigstens auf kurze Zeit aufhielten, waehrend verschiedener Epochen, faenden wir  da, unter anderen, auch Mehmed Paša Sokolović, Despot Stefan Lazarević, dann Eugen Savojski, Ban (Herrscher ueber eine  „Banovina”) Josip Jelačić, Maria Theresia, den Grafen Marcy, Konstantin Danil, Dositej Obradović, Đura Jakšić, Svetozar Miletić, Mihajlo Pupin, Uroš Predić...

Durch die Ausgrabung des Kanals DTD ( Donau – Tisa – Donau), wurde die Stadt am Begej zu einer Stadt auf zwei Fluessen, und in der unmittelbaren Umgebung befinden sich auch Tisa, Tamiš, Stara Tisa (Alte Tisa), Stari Begej (Alter Begej), sodass Zrenjanin auf dem dichtesten Netz von Wasserwegen in unserem Land loziert ist.  In der Stadt selbst gibt es schon neun Bruecken. Daher nannte eine phantasievolle, einfallsreiche Dichterfeder die Stadt „das banatische Venedig”.

 

 

Carska bara (Kaisers Pfuetze)

In der Naehe von Zrenjanin, neben Ečka, befindet sich der bekannteste serbische Fischteich und ein natuerliches Voegelreservat – Carska bara. Den Namen bekam es nach dem oesterreichischen Thronfolger Ferdinand, uebrigens, leidenschaftlichem Jaeger, und dem noch bekannteren Opfer des Attentats in Sarajevo, der sich da gerne aufhielt.
Heute ist das ein beschuetztes naturalistisches Komplex des Voegelreichs - ornitofaune.
Von 310 in Vojvodina bekannten Voegelarten, leben sogar 295 hier.

 

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